AIDie Eröffnungsszene: die Jahreszahlen 1914 und 1918 auf einer aufgebrochenen Steinfläche. Mit AI erstellte Bildelemente.
1914 – 1918
Geteilte
Länder
Veränderte
Menschen
Ein anderes
Europa
–
Der Erste Weltkrieg 1914 bis 1918 im Überblick
Britische Soldaten des Cheshire Regiment in einem Schützengraben an der Somme, Juli 1916John Warwick Brooke · Public domain · Wikimedia Commons
Der Erste Weltkrieg begann am 28. Juli 1914 mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien und endete an der Westfront am 11. November 1918. Dazwischen liegen 1.568 Tage, rund 70 Millionen mobilisierte Soldaten und etwa neun bis zehn Millionen Gefallene. Vier Kaiserreiche vergingen, und die Landkarte Europas wurde neu gezeichnet.
Der Erste Weltkrieg 1914 bis 1918 ist damit von zwei Seiten erschlossen: als Ereignis und als Erinnerung. Wer sich dem Thema zum ersten Mal nähert, beginnt am besten mit den Ursachen: Was 1914 geschah, lässt sich ohne die Jahrzehnte davor nicht verstehen. Wer nach einer bestimmten Person oder einer bestimmten Grabstätte sucht, findet den Weg dorthin in der Anleitung zur Gräbersuche.
Grenzen Ideen Menschen Ein Kontinent im Umbruch –
Europa zerbricht.
Fünf Wochen zwischen einem Attentat und einem Weltkrieg.
Umrisse: heutige Staatsgrenzen (Natural Earth, gemeinfrei). Die Färbung zeigt, welcher Macht das Gebiet 1914 angehörte – sie bildet nicht die Grenzverläufe von 1914 ab.
Entente
Vereinigtes Königreich
Heutiges Gebiet: United Kingdom · Kriegseintritt: 4. August 1914
Hoheitszeichen 1914
Großbritannien erklärte dem Deutschen Reich am 4. August 1914 den Krieg, nachdem deutsche Truppen die belgische Neutralität verletzt hatten.
Seeblockade, Empire-Truppen aus Kanada, Australien, Neuseeland, Indien und Südafrika sowie ab 1916 die erste allgemeine Wehrpflicht der britischen Geschichte.
4. Aug. 1914Kriegserklärung nach dem Einmarsch in Belgien
1. Jul. 1916Erster Tag an der Somme, rund 57.000 britische Verluste
Die Schweiz blieb während des gesamten Krieges neutral und hielt eine Grenzbesetzung aufrecht.
Sitz des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Aufnahmeland für Internierte und Vermittlungsort für Gefangenenaustausche.
Aug. 1914Grenzbesetzung und Neutralitätserklärung
1914–1918Internationale Zentralstelle für Kriegsgefangene in Genf
Neutral
Königreich Schweden
Heutiges Gebiet: Sweden · Kriegseintritt: neutral
Hoheitszeichen 1914
Schweden hielt an der Neutralität fest und litt unter der Handelsblockade beider Seiten.
Vermittlungsrolle und Transitland; 1917 kam es wegen der Versorgungslage zu Hungerunruhen.
1916/17Versorgungskrise und Rationierung
Neutral
Königreich Spanien
Heutiges Gebiet: Spain · Kriegseintritt: neutral
Hoheitszeichen 1914
Spanien blieb neutral und wurde zum Vermittler in humanitären Fragen.
Das Königshaus unterhielt ein Büro zur Suche nach Vermissten und Kriegsgefangenen.
1915–1918Vermittlungsbüro für Kriegsgefangene in Madrid
Mittelmächte
Österreich-Ungarn (Oberungarn)
Heutiges Gebiet: Slovakia · Kriegseintritt: 28. Juli 1914
Hoheitszeichen 1914
Die heutige Slowakei war 1914 Teil des Königreichs Ungarn.
Durchzugs- und Rekrutierungsgebiet; 1914/15 reichten russische Vorstöße bis in die Karpaten.
Winter 1914/15Karpatenschlachten
28. Okt. 1918Anschluss an die neue Tschechoslowakei
Mittelmächte
Österreich-Ungarn (Krain, Küstenland)
Heutiges Gebiet: Slovenia · Kriegseintritt: 28. Juli 1914
Hoheitszeichen 1914
Das heutige Slowenien lag 1914 in der österreichischen Reichshälfte, ab 1915 unmittelbar an der Isonzofront.
Zwölf Isonzoschlachten wurden weitgehend auf slowenischem Boden ausgetragen.
Jun. 1915Beginn der Isonzoschlachten
Okt. 1917Durchbruch bei Karfreit/Kobarid
Entente
Königreich Serbien
Heutiges Gebiet: Serbia · Kriegseintritt: 28. Juli 1914
Hoheitszeichen 1914
Serbien war das erste Kriegsziel Österreich-Ungarns und verlor gemessen an der Bevölkerung mehr Menschen als jedes andere beteiligte Land.
Nach zwei abgewehrten Offensiven 1914 wurde das Land 1915 besetzt; Armee und Regierung zogen sich über Albanien nach Korfu zurück.
28. Jul. 1914Kriegserklärung Österreich-Ungarns
Dez. 1914Rückeroberung Belgrads
Winter 1915/16Rückzug der serbischen Armee über Albanien
Entente
Russisches Kaiserreich
Heutiges Gebiet: Russia · Kriegseintritt: 1. August 1914
Hoheitszeichen 1914
Das Russische Kaiserreich mobilisierte Ende Juli 1914 zugunsten Serbiens. Es schied nach der Revolution von 1917 aus dem Krieg aus.
Die Ostfront band deutsche und österreichisch-ungarische Kräfte über 1.500 Kilometer. Der Frieden von Brest-Litowsk beendete im März 1918 die russische Teilnahme.
Heutiges Gebiet: Romania · Kriegseintritt: 27. August 1916
Hoheitszeichen 1914
Rumänien trat im August 1916 auf Seiten der Entente in den Krieg ein.
Nach dem Vormarsch nach Siebenbürgen folgte die Besetzung des Landesteils Walachei; der Krieg endete für Rumänien zunächst im Frieden von Bukarest 1918.
27. Aug. 1916Kriegserklärung an Österreich-Ungarn
6. Dez. 1916Einnahme Bukarests durch die Mittelmächte
7. Mai 1918Friede von Bukarest
Späterer Kriegseintritt
Portugiesische Republik
Heutiges Gebiet: Portugal · Kriegseintritt: 9. März 1916
Hoheitszeichen 1914
Nach der Beschlagnahme deutscher Schiffe erklärte das Deutsche Reich Portugal im März 1916 den Krieg.
Portugiesische Truppen kämpften in Flandern und in den afrikanischen Kolonien.
9. Mär. 1916Deutsche Kriegserklärung
9. Apr. 1918Schlacht am Lys
Mittelmächte
Geteilt: Deutsches Reich, Österreich-Ungarn, Russland
Heutiges Gebiet: Poland · Kriegseintritt: ab August 1914 Kriegsgebiet
Hoheitszeichen der Teilungsmächte 1914
Ein polnischer Staat existierte 1914 nicht. Das Gebiet war seit den Teilungen des 18. Jahrhunderts zwischen drei Kaiserreichen aufgeteilt und wurde von Anfang an Kriegsschauplatz.
Polen kämpften in allen drei Armeen, oft gegeneinander. Die Republik Polen entstand im November 1918.
Aug. 1914Beginn der Kämpfe in Kongresspolen und Galizien
5. Nov. 1916Proklamation eines Königreichs Polen durch die Mittelmächte
11. Nov. 1918Wiedererrichtung des polnischen Staates
Heutiges Gebiet: Ireland · Kriegseintritt: 4. August 1914
Hoheitszeichen 1914
Irland war 1914 Teil des Vereinigten Königreichs; rund 200.000 Iren dienten in der britischen Armee.
Der Osteraufstand von 1916 fiel mitten in den Krieg und veränderte die politische Lage dauerhaft.
4. Aug. 1914Kriegseintritt als Teil des Vereinigten Königreichs
Apr. 1916Osteraufstand in Dublin
Mittelmächte
Österreich-Ungarn (Königreich Ungarn)
Heutiges Gebiet: Hungary · Kriegseintritt: 28. Juli 1914
Hoheitszeichen 1914
Das Königreich Ungarn war die zweite Reichshälfte der Doppelmonarchie und trug den Krieg von Beginn an mit.
Ungarische Verbände kämpften vor allem an der Ostfront in Galizien und an der Balkanfront. 1918 löste sich die Realunion mit Österreich auf.
28. Jul. 1914Kriegseintritt als Teil Österreich-Ungarns
1916Rumänischer Einmarsch in Siebenbürgen
31. Okt. 1918Ende der Realunion mit Österreich
Späterer Kriegseintritt
Königreich Griechenland
Heutiges Gebiet: Greece · Kriegseintritt: 29. Juni 1917
Hoheitszeichen 1914
Griechenland war bis 1917 zwischen neutralen und pro-alliierten Kräften gespalten und trat dann auf Seiten der Entente ein.
Saloniki war seit 1915 Aufmarschgebiet der Entente an der mazedonischen Front.
Okt. 1915Landung der Entente in Saloniki
Jun. 1917Kriegseintritt auf Seiten der Entente
Mittelmächte
Deutsches Reich
Heutiges Gebiet: Germany · Kriegseintritt: 1. August 1914
Hoheitszeichen 1914
Das Deutsche Reich trat am 1. August 1914 mit der Kriegserklärung an Russland in den Krieg ein und marschierte zwei Tage später in Luxemburg und Belgien ein. Es kämpfte an zwei Fronten und war 1918 der letzte Verbündete der Mittelmächte, der kapitulierte.
Führungsmacht der Mittelmächte. Der Krieg wurde fast ausschließlich außerhalb der eigenen Grenzen geführt; die Rückwirkungen trafen das Reich über Blockade, Rationierung und Massenverluste dennoch bis in jedes Dorf.
1. Aug. 1914Kriegserklärung an Russland, Generalmobilmachung
Aug./Sep. 1914Vormarsch durch Belgien, Halt an der Marne
Heutiges Gebiet: France · Kriegseintritt: 3. August 1914
Hoheitszeichen 1914
Frankreich wurde am 3. August 1914 vom Deutschen Reich der Krieg erklärt. Der Nordosten des Landes war vier Jahre lang Hauptkriegsschauplatz der Westfront.
Auf französischem Boden lagen Verdun, die Somme und Chemin des Dames. Rund zehn Departements waren besetzt; ganze Landstriche mussten nach 1918 erst geräumt werden, bevor wieder gesiedelt werden konnte.
3. Aug. 1914Deutsche Kriegserklärung an Frankreich
5.–12. Sep. 1914Marneschlacht, Ende des Bewegungskriegs
Jul.–Nov. 1916Schlacht an der Somme
11. Nov. 1918Waffenstillstand im Wald von Compiègne
Heutiges Gebiet: Czechia · Kriegseintritt: 28. Juli 1914
Hoheitszeichen 1914
Die böhmischen Länder gehörten 1914 zur österreichischen Reichshälfte. Ein eigener Staat entstand erst am 28. Oktober 1918.
Wichtiges Industrie- und Rüstungszentrum der Monarchie. Tschechische Legionen kämpften zugleich auf Seiten der Entente.
1914–1918Rüstungsproduktion für die Mittelmächte
28. Okt. 1918Ausrufung der Tschechoslowakei
Entente
Britisch verwaltetes Gebiet
Heutiges Gebiet: Cyprus · Kriegseintritt: 5. November 1914
Hoheitszeichen 1914
Zypern stand seit 1878 unter britischer Verwaltung und wurde im November 1914 annektiert.
Versorgungsstützpunkt für die Fronten im östlichen Mittelmeer.
5. Nov. 1914Britische Annexion
Mittelmächte
Österreich-Ungarn (Kroatien-Slawonien)
Heutiges Gebiet: Croatia · Kriegseintritt: 28. Juli 1914
Hoheitszeichen 1914
Kroatien-Slawonien war Teil der ungarischen Reichshälfte.
Rekrutierungsgebiet für die Balkan- und Isonzofront; 1918 Gründungsteil des südslawischen Staates.
1914Einsatz kroatischer Regimenter gegen Serbien
29. Okt. 1918Loslösung von Ungarn
Späterer Kriegseintritt
Zarentum Bulgarien
Heutiges Gebiet: Bulgaria · Kriegseintritt: 14. Oktober 1915
Hoheitszeichen 1914
Bulgarien schloss sich im Oktober 1915 den Mittelmächten an.
Beteiligung am Feldzug gegen Serbien und Halten der Salonikifront bis 1918.
6. Sep. 1915Bündnisvertrag mit den Mittelmächten
14. Okt. 1915Kriegseintritt
29. Sep. 1918Waffenstillstand von Saloniki
Mittelmächte
Österreich-Ungarn (Bosnien und Herzegowina)
Heutiges Gebiet: Bosnia and Herz. · Kriegseintritt: 28. Juli 1914
Hoheitszeichen 1914
In Sarajewo wurde am 28. Juni 1914 der österreichisch-ungarische Thronfolger erschossen. Das Land war seit 1908 annektiert.
Ausgangspunkt der Julikrise und Aufmarschgebiet gegen Serbien und Montenegro.
28. Jun. 1914Attentat von Sarajewo
23. Jul. 1914Ultimatum an Serbien
Entente
Königreich Belgien
Heutiges Gebiet: Belgium · Kriegseintritt: 4. August 1914
Hoheitszeichen 1914
Belgien war völkerrechtlich neutral. Der deutsche Einmarsch am 4. August 1914 machte das Land zum Kriegsschauplatz und zum Anlass des britischen Kriegseintritts.
Fast das gesamte Land war besetzt; nur ein Streifen hinter der Yser blieb unter belgischer Kontrolle. Ypern wurde zum Sinnbild des Stellungskriegs.
4. Aug. 1914Deutscher Einmarsch
Okt. 1914Yser-Schlacht, Flutung der Ebene
22. Apr. 1915Erster deutscher Gasangriff bei Ypern
Heutiges Gebiet: Austria · Kriegseintritt: 28. Juli 1914
Hoheitszeichen 1914
Mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien am 28. Juli 1914 begann der Erste Weltkrieg. Die Donaumonarchie zerfiel 1918.
Vielvölkerstaat mit Fronten gegen Serbien, Russland und ab 1915 Italien. Aus seinem Zerfall gingen mehrere der heutigen mitteleuropäischen Staaten hervor.
28. Jul. 1914Kriegserklärung an Serbien
23. Mai 1915Kriegserklärung Italiens, Eröffnung der Gebirgsfront
Die Ruine der Martinskathedrale von Ypern im Jahr 1918Unbekannt · Public domain · Wikimedia Commons
Beteiligte Staaten
über 30
Mobilisierte Soldaten
rund 70 Mio.
Gefallene Soldaten
etwa 9–10 Mio.
Dauer
1.568 Tage
Größenordnungen nach dem Forschungsstand; die Zahlen schwanken je nach Zählweise und Quellenlage. Quellen
„Städte in Trümmern, Gesellschaften im Wandel." Vier Jahre Krieg veränderten nicht nur Grenzen, sondern die Art, wie Europa über sich selbst sprach. Was daraus folgte, behandelt das Kapitel Folgen und Nachkriegsordnung.
Was bleibt, sind Spuren.
Objekte, Biografien und Orte erzählen von den Menschen hinter der Geschichte.
Ein Feldpostbrief, eine Namensplatte im Rasen, ein Bahnsteig, von dem aus ein Zug abfuhr: Der Erste Weltkrieg ist in Europa nicht als Epoche gespeichert, sondern als Rest. Wer diesen Resten nachgeht, kommt näher an das Geschehen heran als jede Zahlenreihe.
Deutscher Soldatenfriedhof Langemark (BigBlobfish, CC0) · Schützengraben an der Ostfront (Fortepan 85689, gemeinfrei) · Feldpostkarte 1917 (gemeinfrei) · alle über Wikimedia Commons
Die Liste verzeichnet 5.193 Kriegsgräberstätten in 58 Ländern.
Das Beinhaus von Douaumont bei Verdun mit dem davorliegenden GräberfeldUnbekannt · Public domain · Wikimedia Commons
Stille bewahrt das Gedächtnis –
Wissen für heute
Fragen bleiben. Antworten zählen.
Acht Fragen, die immer wieder gestellt werden – knapp beantwortet, mit dem Weg zur ausführlichen Darstellung.
?
AI
Andere Fragen. Neue Perspektiven.Mit AI erstelltes Bild
Häufige Fragen
08 Fragen
Wie begann der Erste Weltkrieg?
Am 28. Juni 1914 erschoss Gavrilo Princip in Sarajewo den österreichisch-ungarischen Thronfolger Franz Ferdinand und dessen Frau Sophie. Aus dem Attentat wurde binnen fünf Wochen ein europäischer Krieg: Österreich-Ungarn stellte am 23. Juli ein Ultimatum an Serbien und erklärte am 28. Juli den Krieg. Russland mobilisierte zugunsten Serbiens, das Deutsche Reich erklärte am 1. August Russland und am 3. August Frankreich den Krieg. Mit dem Einmarsch in Belgien trat am 4. August Großbritannien ein.
Vier Imperien verschwanden – das deutsche, das österreichisch-ungarische, das russische und das osmanische. An ihre Stelle traten neue Staaten von Finnland bis Jugoslawien. Der Krieg beschleunigte das Frauenwahlrecht in mehreren Ländern, industrialisierte das Töten und hinterließ eine Generation, die Krieg als Massenerfahrung kannte. Die Friedensordnung von 1919 trug Konflikte in sich, die zwei Jahrzehnte später erneut ausbrachen.
Erinnerung hat einen Ort: Soldatenfriedhöfe, Denkmäler in fast jedem Dorf, Museen und Archive. In Deutschland ist der Volkstrauertag zwei Sonntage vor dem ersten Advent der zentrale Gedenktag. Zugleich verlagert sich die Erinnerung ins Digitale – Gräbersuchen, digitalisierte Feldpost und Online-Editionen machen Einzelschicksale sichtbar, wo früher nur Zahlen standen.
Auf der einen Seite die Mittelmächte: das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn, ab Ende Oktober 1914 das Osmanische Reich, ab Oktober 1915 Bulgarien. Auf der anderen die Entente: Frankreich, das Russische Kaiserreich und Großbritannien, dazu Belgien und Serbien, die 1914 angegriffen wurden. Später kamen Italien (1915), Rumänien und Portugal (1916) sowie die Vereinigten Staaten und Griechenland (1917) hinzu. Italien gehörte ursprünglich dem Dreibund an und wechselte die Seite.
Welche Macht 1914 welches Gebiet hielt, zeigt die Karte Europa 1914.
Wie viele Menschen starben im Ersten Weltkrieg?
Etwa 9 bis 10 Millionen Soldaten und eine vergleichbare Größenordnung an zivilen Opfern. Die Zahlen gehen zwischen den Darstellungen um Millionen auseinander, und das liegt selten an schlechter Recherche, sondern an der Abgrenzung: Werden an Wunden Verstorbene mitgezählt? Die Opfer der Grippepandemie von 1918? Die von Hunger unter der Blockade? Die der Folgekonflikte bis 1923? Für mehrere Kriegsschauplätze, besonders im Osmanischen Reich und in Osteuropa, existieren gar keine belastbaren Register.
Warum gilt der Erste Weltkrieg als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts"?
Weil fast alles, was das Jahrhundert prägte, aus ihm hervorging: der Zerfall von vier Imperien, die russische Revolution, die Neuordnung Ostmitteleuropas, eine Friedensordnung, die keine zwanzig Jahre hielt, und die Erfahrung industrialisierter Massentötung. Der Ausdruck stammt von dem amerikanischen Diplomaten und Historiker George F. Kennan und hat sich in der deutschsprachigen Geschichtsschreibung durchgesetzt.
Digitalisierte Selbstzeugnisse und Objekte führt Europeana 1914–1918 zusammen, wissenschaftlich gesicherte Artikel die frei zugängliche Enzyklopädie 1914-1918-online. Originalquellen liegen in den Landes- und Bundesarchiven, deren Findmittel online stehen. Für die Suche nach einer bestimmten Person sind die digitalisierten Verlustlisten der übliche Einstieg.
Eine geordnete Übersicht nach Ländern steht unter Internetangebote.
Wie finde ich ein Kriegsgrab?
Die Kriegsgräberliste dieses Portals verzeichnet Kriegsgräberstätten in 58 Ländern, von der Dorfgrabstelle bis zur großen Sammelanlage. Wer einen bestimmten Namen sucht, beginnt mit dem Sterbeort oder der letzten Feldpostadresse und arbeitet sich über die zuständige Grabstätte vor.
Die gemeinsame Erinnerung an diesen kollektiven Albtraum, seine Ursachen und Auswirkungen gehört zum europäischen Integrationsprozess. Trotz aller Unterschiede in den nationalen Gedenkkulturen zeigt sich das in immer mehr sprach- und länderübergreifenden Initiativen und Angeboten, selbst in Bereichen wie Casino Online Angeboten.
„Wer an Europa zweifelt, wer an Europa verzweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen! Nirgendwo besser, nirgendwo eindringlicher, nirgendwo bewegender ist zu spüren, was das europäische Gegeneinander an Schlimmstem bewirken kann."